Kompakte Förderlösung mit Entgratung
Aufgabenstellung
Ein Automobilzulieferer fertigt ferromagnetische Stanzteile mit einem Stückgewicht von bis zu 0,5 kg. Nach dem Stanzprozess müssen die Bauteile zuverlässig von der Stanzmaschine zu nachgelagerten Bearbeitungsstationen transportiert werden.
Die Übergabe der Teile erfolgt über eine Rutsche auf die Förderstrecke. Dabei ergeben sich mehrere Anforderungen an die Fördertechnik:Zum einen müssen unterschiedliche Stanzteile flexibel in verschiedene Richtungen verteilt werden, weshalb eine T-Kreuzung in die Förderstrecke zu integrieren ist. Die Richtungswahl soll manuell einstellbar und gleichzeitig möglichst platzsparend realisiert werden.
Zum anderen ist im Transportprozess eine automatische Entgratung der Teile vorgesehen. Diese erfolgt mittels einer Bürsteinheit direkt auf der Förderstrecke. Der dabei entstehende Abrieb und Schmutz stellt erhöhte Anforderungen an die Robustheit und Verschleißfestigkeit der eingesetzten Fördertechnik.
Lösung von mk
Zur Umsetzung der Anforderungen wurde eine individuell angepasste Förderlösung realisiert, die optimal auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmt ist.
Kern der Anlage bildet ein Gurtförderer GUF-P 2000 mit einer Breite von 150 mm und einer Länge von 3000 mm. In den Bandkörper sind im mittleren Bereich Magnete integriert. Diese sorgen dafür, dass die ferromagnetischen Stanzteile während des Transports über eine Strecke von etwa 500 mm sicher auf dem Fördergurt fixiert werden. Dadurch wird eine stabile Lage der Bauteile während des Bürstvorgangs gewährleistet und eine zuverlässige Entgratung ermöglicht.
Für den Richtungswechsel kommt ein zweiter Gurtförderer GUF-P 2000 zum Einsatz. Die Verbindung der beiden Förderer erfolgt über eine kompakte, schleifende Kreuzung. Dabei sind die Bandkörper kreuzförmig miteinander verbunden, sodass die Fördergurte direkt aufeinander laufen und eine nahtlose Übergabe der Teile ermöglicht wird.
Eine manuell verstellbare Abschiebeeinheit erlaubt es dem Bediener, die Transportrichtung der Stanzteile flexibel zu bestimmen und diese gezielt den jeweiligen Bearbeitungsstationen zuzuführen.
Um den erhöhten mechanischen Belastungen durch den Bürstvorgang sowie dem permanenten Schleifkontakt im Kreuzungsbereich standzuhalten, wurde ein besonders verschleißarmer und robuster Fördergurt eingesetzt.
Kundenvorteile
- Platzsparende und kompakte Integration der Förderkreuzung
- Prozesssicherer Transport trotz Abrieb und Verschmutzung
- Einfache, manuelle Richtungsumstellung ohne zusätzlichen Automatisierungsaufwand
- Geringer Wartungsaufwand dank robuster, verschleißarmer Ausführung





