Produktionsstillstand durch Förderlösung verhindern
Ein Hersteller für Klebetechnik will die Produktivität seiner Schneidemaschinen für Klebefolien deutlich steigern. Die Schneidemaschinen müssen aktuell ausgeschaltet werden, wenn Mitarbeitende den Gefahrenbereich betreten, um befüllte Ablagekisten auszutauschen, welche die geschnittenen Folien auffangen. Die Konstrukteure suchten daher nach einer Förderlösung, die die Aufkleber automatisch aus der Gefahrenzone ausschleust und somit das Betreten dieser überflüssig macht. Die geeignete Lösung fanden sie bei mk.
Zahnriemenförderer mit Vakuumfunktion transportiert Folien aus dem Gefahrenbereich
Die Experten von mk haben einen 2.000 mm langen Zahnriemenförderer ZRF-P 2000 konstruiert, der an seiner überstehenden Einlaufseite 800 mm in den Gefahrenbereich hereinragt. Die Besonderheit: Im Bandkörper des Förderers befinden sich Vakuumkammern. Durch ein spezielles Lochbild im Fördergurt und den erzeugten Unterdruck im Bandkörper, werden die Folien am Fördergurt angesaugt. In Laufrichtung ist der Förderer in drei Zonen unterteilt. In der ersten Zone, der Aufnahmezone werden die Produkte angesaugt und hängend aus der Schneidemaschine transportiert. Zone zwei und drei befinden sich außerhalb der Risikozone. Hier wird ein Druckluft-Impuls zugeschaltet, sodass die Aufkleber in die entsprechenden Ablagekisten unter dem Förderband fallen. Mitarbeitende können sie dort gefahrlos austauschen, ohne die Produktion zu unterbrechen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der ZRF-P 2000 besonders geräuscharm arbeitet. mk hat den Vakuumbereich in neun separate Kammern unterteilt – drei in Längs- und drei in Querrichtung. Sensoren erkennen die Position der Folien und schalten die einzelnen Bereiche ein und aus. Dank dieser Zonensteuerung ist kein großer, einteiliger Vakuumbereich nötig, der konstant Luft durch alle Löcher im Gurt ansaugt. Dadurch lässt sich das Vakuumsystem gezielter betreiben, mit reduzierter Leistung, gesenktem Energieverbrauch und weniger Geräuschemissionen.
Der Klebefolienhersteller profitiert zudem von der Flexibilität des ZRF-P 2000. Das leichte Aluminiumgestell des Förderers steht auf Rollen, so dass Mitarbeitende das System bei Bedarf mühelos an anderen Schneidemaschinen platzieren können. Über das Profilsystem lässt sich die Förderhöhe für eine ebene Anbindung mit wenigen Handgriffen stufenlos verstellen. Darüber hinaus lässt sich der Vakuumbereich flexibel an verschiedene Produktionslinien anpassen. Verlassen die Folien eine Schneidemaschine in zwei Spuren, entsteht der Unterdruck nur auf den beiden mittleren Loch-Spuren des Förderers. Die beiden äußeren Spuren lassen sich hinzuschalten, wenn die Schneidemaschine die Klebefolie in vier Spuren ausgibt.
Da es sich in diesem Fall um eine Pilotanlage zum Testen der verschiedenen Einsatz-Szenarien handelt, wurde die Steuerung des Vakuumbetriebs vorerst manuell ausgeführt. In der Testphase werden unter anderem die Takt-Wege des Förderers gemessen, die durch Verwendung eines Zahnriemenförderers besonders präzise bestimmt werden können. Zur Aktivierung weiterer, optionaler Kammern wurden im hinteren Bereich des Förderers zudem Blindstopfen für mögliche weitere Anschlüsse vorgesehen.
> Zahnriemenförderer ZRF-P 2000 AF mit Vakuumfunktion
> Optional auch als Ausführung mit Gurtförderer erhältlich