Ein Maschinenbauer stand vor der Aufgabe, für einen Kunden eine automatisierte Maschine zur Oberflächenbehandlung von Kugel- und Wälzlagern zu entwickeln. Um die gewünschte Automatisierung zu gewährleisten, wurde eine Förderanlage benötigt, die mehrere Anforderungen erfüllt. Sie sollte in der Lage sein, einen kundenseitigen, ca. 5 kg schweren Werkstückträger (WT) millimetergenau und stabil zu positionieren, sodass der Roboter in der Bearbeitungszelle die Werkstücke präzise entnehmen kann. Zudem sollte die Förderanlage so gestaltet sein, dass Fahrerlose Transportsysteme (FTS) problemlos an das Band heranfahren und die Werkstückträger übergeben bzw. entnehmen können.
Darüber hinaus muss die Anlage zuverlässig und langlebig in einer ölhaltigen Umgebung arbeiten. Da die Werkstücke während der Oberflächenbehandlung mit Öl in Kontakt kommen und abtropfen, muss die Anlage auch unter diesen Bedingungen einwandfrei funktionieren.
mk hat ein Werkstückträger-System Versamove mit einem Zahnriemenförderer ZRF-P 2045 individualisiert, das sie automatische Übernahme und Übergabe sowie die präzise Positionierung der Werkstückträger ermöglicht. Der WT wird zuerst von einem FTS an den Förderer übergeben und in die Bearbeitungszelle transportiert. In der Bandmitte wird der WT dann gestoppt und über eine Hubeinheit angehoben und in eine speziell konstruierte Matrize gedrückt. Dabei hat mk die Hubeinheit auf die individuellen baulichen Eigenheiten des Kunden-WTs angepasst. In der angehobenen Stellung ist der WT dann von den Vibrationen des Förderbands entkoppelt und erreicht eine Positionierung mit einer Toleranz von nur 0,2 mm. Dank dieser stabilen Platzierung kann der Roboter die Werkstückträger störungsfrei be- und entladen. Nach der Bearbeitung transportiert der Förderer den WT in den Übergabebereich außerhalb der Zelle, wo ein FTS für den Weitertransport bereitsteht.
Um das Heranfahren der FTS an das Fördersystem zu ermöglichen, sind die Füße nach innen eingerückt. So hat das FTS genügend Platz, um den WT an den Zahnriemenförderer zu übergeben.
Die Zahnriemen, Gleitleisten, Initiatoren und Lager des WT-Systems wurden für die Eignung unter den bestehenden Umgebungen geprüft und entsprechend optimiert oder im Standard ausgeführt. Der Förderer wurde zudem mit einer Abtropfwanne, Abtropfkanten an relevanten Stellen und Schutzhauben ausgestattet.